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Smart City Bonn

Urban Data Platform

Die aktuellen Erörterungen und Aktivitäten in der Stadt Bonn zu „Smart City“, „Digitale Stadt“ und „Digitalisierung der Verwaltung“ weisen in vielen Bereichen auf die Notwendigkeit zum strategischen Aufbau eines zentralen und offenen Datenknotens hin: Die „Urban Data Platform“.

Unter diesem Dachbegriff plant die Stadt Bonn, Aktivitäten zu bündeln, um die Mehrwerte von urbanen Daten für Bürger, Stadtgesellschaft, Verwaltung, Forschung und Wirtschaft zu heben.

Definition „Urbane Daten“:

Der Begriff urbane Daten ist weit zu verstehen. Er umfasst alle Daten, die von städtischen Akteuren (öffentliche Verwaltung, öffentliche Einrichtungen, städtische Unternehmen), privaten Akteuren (z.B. Unternehmen, Vereine, Bürgerinnen und Bürger) oder sonstigen Akteuren unabhängig vom jeweiligen Entstehungskontext und Erhebungsart gehalten, genutzt oder zur Verfügung gestellt werden. 

Urbane Daten umfassen damit statische sowie dynamische Daten (z.B. sensorbasierte Echtzeit-Daten, IoT) ebenso wie Bürger- bzw. Nutzer-generierte Daten.

Folgende Grundsätze, Leitlinien und Selbstverpflichtungen sollen für die Urban Data-Platform gelten:

Datenverfügbarkeit: Bestehende  und neu zu gewinnende urbane Daten sollen rechtskonform von der datenverantwortlichen Stelle in einer von der „Urban Data Platform“  nutzbaren Form digital verfügbar gemacht werden.
Mehrfachnutzung: Urbane Daten sind im Sinne einer Sektoren- und Akteurs-übergreifenden Logik möglichst mehrfach nutzbar zu machen.
Standardisierung: Die Daten sollen an Standards wie ISO, DIN, OGC, XÖV ausgerichtet, definiert und publiziert werden.
Interoperabilität: Daten, Dienste und Anwendungen sind so zu beschreiben und zu publizieren, dass Sie möglichst ohne Anpassungen in andere interne und externe Systeme integriert werden können.
Datenschutz und Datensicherheit: Datenschutz und Datensicherheit sind die Grundpfeiler der inhaltlichen und strategischen Ausrichtung der Urban Data Platform.
Nutzenorientierung: Die Bereitstellung und Verwendung von urbanen Daten ist insbesondere auf Basis konkreter Fragestellungen und daraus abzuleitender urbaner Anwendungen auszugestalten.

Als Nutzen einer „Urban Data Plattform“ ergeben sich:

  • Erweiterte Nutzbarmachung bestehender sowie neu zu erschließender urbaner Daten für die urbanen Akteure. Mit der „Urban Data Platform“ können Grenzen zwischen „Datensilos“ überwunden werden und übergreifende Datenanalysen ermöglicht werden. 
  • Bereitstellung von zentralen Daten und Funktionen aus einer zentralen Quelle in standardisierter, dokumentierter und verlässlicher Form.
  • Synergien bei IT-Engineering und  Data-Aquisition können gehoben werden. Beschleunigung und Erleichterung des technischen Designs von kommunalen Digitalisierungs­projekten durch standardisierte Daten und Funktionen. 
  • Zeitnahe Bereitstellung neuer Daten. Durch die frühzeitige Abstimmung mit dem Daten­lieferanten „Urban Data Platform“ können neue IT-Projekte selbst unmittelbar zu Datenlieferanten werden. Neue Daten werden unverzüglich auch standardisiert veröffentlicht.
  • Beschleunigung der Smart-City-Vorhaben und der Digitalisierungsbewegung. Eine „Urban Data Platform“ kann für alle Smart-City-Vorhaben beschleunigend und harmonisierend wirken.

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Bildnachweise

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  • Foto: Volker Lannert/Universität Bonn
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  • Foto: Michael Sondermann/Bundesstadt Bonn
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